Liebe Eltern!

Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz auf unseren ersten Elternbrief vom 20. Mai. Seitdem sind zwei Wochen vergangen und in dieser Zeit ist einiges passiert, worüber wir Sie heute gerne informieren möchten.

In unserem letzten Elternbrief hatten wir angekündigt, dass es ein Treffen von Vertretern des Fördervereins, der Eltern- und Lehrerschaft sowie der Schulleitung zum derzeit eingeschränkten Schulbetrieb und zukünftigen Lösungen geben wird. Bei einem sehr konstruktiven und produktiven Auftaktgespräch am 26. Mai haben wir drei Handlungsfelder identifiziert, auf die wir in den nächsten Wochen unsere besondere Aufmerksamkeit richten werden:

  • Unsere Kommunikation mit Ihnen, liebe Eltern
  • den Präsenzunterricht, der vor einigen Wochen wieder gestartet ist
  • sowie den Fernunterricht, der bis auf weiteres stattfinden wird.

Zu allen drei Themen wurden Arbeitsgruppen aus Eltern, Lehrern/Lehrerinnen, der Schulleitung und Mitgliedern des Fördervereins gebildet. Diese Arbeitsgruppen haben sich Anfang Juni hoch motiviert an die Lösung der dringendsten Herausforderungen gemacht und erste Lösungen erarbeitet:

Kommunikation

Sie, liebe Eltern, werden in regelmäßigen Elternbriefen über die aktuelle Situation an unserer Schule (über die Homepage und per Mail an die Elternvertreter) informiert. Dabei werden wir so gut wie möglich die Hintergründe für Maßnahmen und Entscheidungen erläutern.

Zusätzlich werden wir in den nächsten Tagen auf der Website der Schule einen „Corona-FAQ“-Bereich einrichten, in dem wir alle häufig auftretenden Fragen rund um die aktuelle Situation und zukünftige Planungen beantworten.

Präsenzunterricht

Die aktuelle Situation erfordert es, 3 Pläne für 3 mögliche Szenarien zu erarbeiten:

Fall 1: Die Schule öffnet nach den Sommerferien im „normalen“ Schulbetrieb, dafür wird ein regulärer Stundenplan erstellt. Stundenplan mit Schichtbetrieb (Vor- und Nachmittagsunterricht) erstellt mit dem Ziel der Ausschöpfung aller Kapazitäten für die Kernfächer

Fall 3: Aufgrund dramatisch gestiegener Fallzahlen kommt es zur erneuten Schulschließung. Dann muss alles vorbereitet sein, den Fernunterricht effektiv durchzuführen.

Schon jetzt haben wir eine Bitte um Unterstützung: Wer von Ihnen ist planerisch begabt und kann in der ersten Woche der Sommerferien (ab 29. 6.2020) die Arbeitsgruppe gemeinsam mit der Schulleitung dabei unterstützen, ein optimales Raumkonzept für Präsenzunterricht und Notbetreuung zu erstellen?

Meldungen gern an m.kamke-esgs@gmx.de

Einige Eltern hatten uns vorab Vorschläge unterbreitet, die wir leider so nicht nutzen können, weil der Schulbetrieb doch etwas komplizierter ist:

Es gibt viele Lehrkräfte in Teilzeit, d.h. diese sind nur an bestimmten Tagen in der Schule, ebenso gibt es Lehrkräfte mit Verpflichtungen an anderen Schulen bzw. an der Universität, einige Lehrkräfte stehen gar nicht zur Verfügung aufgrund von Vorerkrankungen, nicht jede Lehrkraft kann jedes Fach unterrichten und …

Fernunterricht

Wir als Schulleitung erarbeiten derzeit erweiterte Mindeststandards für den Fernunterricht (für LehrerInnen, ErzieherInnen, SchülerInnen und Eltern) für die Zeit nach den Sommerferien (sollte dieser weiterhin stattfinden müssen).

Über eine kleine Umfrage wurde in den letzten Tagen ermittelt, wie viele SchülerInnen zu Hause keinen Zugang zum Internet bzw. zu digitalen Endgeräten haben. Hier suchen wir nach einer Lösung (z.B. Ausleihe von digitalen Endgeräten), um die entsprechenden SchülerInnen bestmöglich zu unterstützen.

In der Schule wird die derzeitige Situation genutzt, um die digitale Ausstattung weiter voranzutreiben. Dazu haben wir aus den Reihen der Elternschaft eine weitere Arbeitsgruppe gegründet, die die Teilnahme der Schule am Digitalpakt koordiniert.

Wir als Schulleitung freuen uns sehr, dass Dank des Engagements der Eltern in diesen Arbeitsgruppen in den letzten beiden Wochen viele wichtige Dinge initiiert wurden. Ein ganz großes Dankeschön dafür!

Wir bitten Sie, liebe Eltern, Ihre Unterstützung im Rahmen Ihrer individuellen Möglichkeiten dort anzubieten, wo diese benötigt wird. Wir werden in den nächsten Wochen entsprechende Aufrufe starten.

Wir sind optimistisch, dass wir gemeinsam mit Ihrem und unserem Willen zur Gestaltung Stück für Stück Normalität im Schulalltag in dieser besonderen Zeit schaffen können.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

Bleiben Sie gesund!

Berlin, den 05. Juni 2020 Petra Herre und Margit Kamke